Private Krankenversicherung zahlt nicht – was tun?

Bei der privaten Krankenversicherung wird die Erstattung einer Behandlung oder Leistung nicht zwischen Versicherung und Leistungserbringer geregelt. Abgesehen von stationären Behandlungen geht die Rechnung vom Arzt zuerst an den Patienten – auch Medikamente müssen vorerst aus der eigenen Tasche bezahlt werden, bis die Krankenversicherung der Erstattung zustimmt. Normalerweise klappt dies auch ohne Probleme. Wenn der Versicherungsnehmer allerdings Leistungen in Anspruch nehmen will, die der Versicherungsvertrag gar nicht abdeckt oder der Versicherer die Bezahlung aus einem anderen Grund ablehnt, dann ist der Ärger erst einmal groß.

Probleme vermeiden: Versicherungsbedingungen unter die Lupe nehmen

Viele Probleme, wenn die PKV nicht zahlt, resultieren aus unklaren Versicherungsbedingungen. Denn die meisten Versicherungsnehmer wissen gar nicht bis ins Detail, für welche Leistungen ihre Versicherung eigentlich aufkommt. Im Normalfall hilft hier ein Anruf beim jeweiligen Anbieter, um Unklarheiten aus dem Weg zu räumen. Problematisch ist es, wenn die Information erst dann eingeholt wird, wenn es beispielsweise schon zu einer Behandlung gekommen ist. Dann bleibt der Versicherte im schlimmsten Fall auf hohen Kosten sitzen. Besonders bei sehr günstigen PKV Tarifen besteht diese Gefahr, da sie nur ein Mindestmaß an Leistungen bieten.

PKV zahlt nicht: Hier finden Versicherte Hilfe

Was aber, wenn die Versicherung wirklich nicht zahlt? Einige Probleme lassen sich schon durch Nachfrage beim Versicherer klären. Gerade bei geringen Beträgen können sich die Anbieter kulant zeigen. Hilft dies nicht und wähnt man sich im Recht, dann besteht die Möglichkeit sich an den zuständigen Ombudsmann zu wenden. Dieser prüft den Fall und spricht eine Empfehlung für oder wider eine Kostenerstattung aus. Die Anbieter der privaten Krankenversicherung folgen einer solchen Empfehlung in der Regel. Allerdings kann sich der Ombudsmann auch der Meinung des Versicherers anschließen – ein weiterer Gang vor Gericht ist dann meist nicht sehr aussichtsreich.

Besserer Tarif, wenn die PKV nicht zahlt?

Wer bemerkt, dass die Leistungen seiner PKV nicht ausreichen, weil diese beispielsweise mit Verweis auf die Vertragsbedingungen mehrmals nicht zahlt, hat oft die Möglichkeit in einen besseren Tarif zu wechseln. Dabei kann der Versicherer allerdings eine erneute Gesundheitsprüfung verlangen – gegebenenfalls werden also zusätzliche Risikozuschläge fällig. Bei einem besseren Leistungsumfang ist ohnehin mit höheren Beiträgen zu rechnen. Verbraucher, die sich diesen Ärger ersparen möchten, sollten von Vornherein einen Tarif suchen, der alle gewünschten Leistungen bietet. Bei der Auswahl kann ein Versicherungsexperte helfen. Dieser kann die verschiedenen Policen nicht nur hinsichtlich der Beitragshöhe, sondern auch in Bezug auf die gebotenen Leistungen gegenüberstellen und mit Ihnen vergleichen.

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