Private Krankenversicherung Checkliste

Wer auf der Suche nach der besten privaten Krankenversicherung ist, sollte einige Dinge beachten. Interessierte sollten anhand der privaten Krankenversicherung Checkliste überprüfen, ob sie alles bedacht haben und sich ggf. die fachliche Expertise eines Beraters für die Krankenversicherung einholen.

1. Befreiung von der Versicherungspflicht

Bevor eine private Krankenversicherung abgeschlossen werden kann, muss man sich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Freiberufler, Selbständige, Studenten und Beamte können dies unabhängig von Einkommen tun. Arbeitnehmer müssen hingegen ein Einkommen oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze, auch Versicherungspflichtgrenze genannt, vorweisen. Diese lag im Jahr 2016 bei 56.250 Euro, im Jahr 2017 mittlerweile auf 57.600 Euro brutto im Jahr steigen. Der Antrag auf Befreiung kann bei der zuständigen gesetzlichen Krankenkasse eingereicht werden.

2. Leistungsumfang

Die privaten Krankenversicherer unterliegen keinem gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskatalog wie die gesetzlichen Krankenkassen. Vielmehr ist vertraglich geregelt, welche Gesundheitsleistungen erstattet werden. Je mehr Leistungen vereinbart werden, desto höher ist in der Regel der Versicherungsbeitrag. Deshalb muss vor Abschluss einer privaten Krankenversicherung abgewogen werden, auf welche Behandlungen und Leistungen besonderen Wert gelegt wird. Zu den wichtigen Leistungen gehören:

  • Ambulante Leistungen: Vorsorgeuntersuchungen, Heilpraktikerbehandlungen, Hilfsmittel, Sehhilfen, Physiotherapie und Heilmittel, Psychotherapie, Erstattung über dem ärztlichen bzw. zahnärztlichen Regelhöchstsatz
  • Stationäre Behandlungen: Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung, freie Krankenhauswahl, Krankenhaustagegeld, Erstattung von Kuren
  • Zahnleistungen: Zahnbehandlungen, Kieferorthopädie, Zahnersatz, Prophylaxe, maximaler Erstattungssatz
  • Krankentagegeldversicherung: Tagegeld ab welchem Tag? Welcher Tagessatz?
  • Pflegeversicherung: Leistungen über der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung

3. Kosten der privaten Krankenversicherung

Selbst bei gleichem Leistungsumfang können die Kosten für eine private Krankenversicherung erheblich variieren. Ein genauer Kostenvergleich sollte daher unbedingt vor Abschluss eines Versicherungsvertrags stehen. Generell gilt: Je jünger der Versicherte bei Vertragsabschluss ist, desto geringer fallen die Versicherungsbeiträge aus.

4. Selbstbehalt/Selbstbeteiligung

Mit der Vereinbarung eines Selbstbehalts lassen sich die monatlichen Versicherungsbeiträge in der privaten Krankenversicherung reduzieren. Das Prinzip ist einfach: Behandlungskosten und Gesundheitsleistungen zahlt der Versicherte bis zum vereinbarten Betrag pro Jahr aus der eigenen Tasche. Erst wenn die Gesamtkosten die Selbstbeteiligung übersteigen, springt die Krankenversicherung ein. Dafür fällt die Versicherungsprämie geringer aus, als wenn kein Selbstbehalt vereinbart wurde. Der Selbstbehalt sollte dabei im Rahmen dessen liegen, was man sich finanziell ohne große Schwierigkeiten leisten kann. Wird ein zu hoher Selbstbehalt vereinbart, kann es sonst zu Problemen kommen.

5. Familie in der PKV

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung gibt es bei der privaten Krankenversicherung keine kostenlose Familienmitversicherung. Für Kinder muss daher oftmals ein eigener privater Versicherungsvertrag abgeschlossen werden. Eine Mitversicherung beim gesetzlich versicherten Partner ist nur möglich, wenn das eigene Einkommen nicht höher als das des Partners ist, bzw. man ein Einkommen unter der Versicherungspflichtgrenze vorweist. Ansonsten müssen auch die Kinder in die private Krankenversicherung eintreten.

6. Gesundheitsprüfung in der PKV

Vor Vertragsabschluss steht bei der privaten Krankenversicherung immer die sogenannte Gesundheitsprüfung. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Fragen zur persönlichen Krankheitsgeschichte, bestehenden Beschwerden und dem Lebenswandel (beispielsweise ob man raucht), die wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet werden müssen. Anhand dieser Gesundheitsprüfung wird der individuelle Krankenversicherungsbeitrag festgelegt. Menschen mit Vorerkrankungen müssen so bei der privaten Krankenversicherung zuweilen Risikozuschläge hinnehmen. Auch eine Ablehnung ist möglich. Gerade Interessierte, die bereits Vorerkrankungen aufweisen, sollten daher erwägen, mithilfe eines Beraters eine anonyme Voranfrage an den gewünschten Versicherer zu stellen. Der Berater kann auch bei der ersten Auswahl geeigneter Tarife helfen.

7. Steuern in der privaten Krankenversicherung

Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung lassen sich steuerlich anrechnen. Insbesondere Selbständige und Freiberufler, die ihre Prämien komplett alleine zahlen, können statt der üblichen anrechenbaren Vorsorgeaufwendungen in Höhe von 1.900 Euro, sogar 2.800 Euro absetzen. Sind die Ausgaben für die Versicherungsbeiträge, inklusive Pflegeversicherung jedoch höher, dann können diese sogar komplett angesetzt werden. Bei der Krankenversicherung bezieht sich das jedoch nur auf die Basiskrankenversicherung. Fallen die Beiträge aufgrund von Komfortleistungen höher aus, dann ist dieser Anteil abzuziehen.

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