Private Krankenversicherung Wechsel

Ein private Krankenversicherung Wechsel sollte gut überlegt sein. Denn unter Umständen kann eine falsche Entscheidung teure Konsequenzen haben. Wer unzufrieden mit seinem derzeitigen Versicherungstarif ist, sollte sich genau über Alternativen informieren und gegebenenfalls die Hilfe eines Experten in Anspruch nehmen. Wer gerade erst in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln möchte, sollte sich ebenfalls beraten lassen. So lassen sich spätere hohe Kosten vermeiden und man kann optimal von den Vorzügen der PKV profitieren.

Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung

Einige Berufsgruppen, wie Selbständige, Beamte und Freiberufler, können ohne Probleme von der GKV in die private Krankenversicherung wechseln. Sie müssen sich dazu nur von der Versicherungspflicht befreien lassen und einen Tarif bzw. Anbieter finden, der ihnen alle gewünschten Leistungen bietet. Arbeitnehmer können sich hingegen nur dann von der Versicherungspflicht befreien lassen, wenn sie über ein Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze verfügen. Diese Grenze beträgt derzeit 57.600 Euro brutto pro Jahr (Stand Februar 2017). Allerdings sollten Interessierte vor einem Wechsel in die private Krankenversicherung die verschiedenen Tarife genau miteinander vergleichen, um die optimale Absicherung zu finden.

Private Krankenversicherung: Wechsel zu einem anderen Anbieter

Bei vielen Versicherungen ist es jederzeit problemlos möglich, innerhalb der vertraglich geregelten Kündigungsfristen einen Versicherungsvertrag zu beenden und einen anderen Anbieter zu wählen. Das bietet sich beispielsweise an, wenn ein anderer Versicherer bei gleichen oder besseren Leistungen geringere Versicherungsbeiträge verlangt. Bei der privaten Krankenversicherung kann dies jedoch teuer werden. Denn im Versicherungsbeitrag sind die sogenannten Altersrückstellungen enthalten. Diese werden verwendet, um im Alter Kostenexplosionen durch steigende Versicherungsbeiträge zu verhindern. Das Problem: Bei einem Versicherungswechsel können die Altersrückstellungen meist nicht problemlos mitgenommen werden. Die Folge: Entweder verlangt der neue Versicherer sehr hohe Beiträge um die fehlenden Altersrückstellungen zu kompensieren oder es drohen im Alter stark steigende Prämien.

Kündigung der PKV nicht jederzeit möglich

Bei der Kündigung des Versicherungsanbieters und dem Wechsel der privaten Krankenversicherung ist die Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres zu beachten. Da bei der privaten Krankenversicherung Versicherungsjahr und Kalenderjahr oft übereinstimmen, endet die ordentliche Kündigungsfrist daher meist mit dem 30. September. Bei einer Beitragserhöhung erhalten Versicherte jedoch ein Sonderkündigungsrecht. Somit können Privatversicherte nach Erhalt der Beitragsanpassung innerhalb von acht Wochen außerordentlich kündigen. Bevor eine Kündigung wirksam wird, muss jedoch die Folgeversicherung durch einen anderen Anbieter nachgewiesen werden.

Wer den Anbieter wechseln möchte, sollte genau überlegen, ob dies wirklich lohnt. Meist ist Versicherten, die bereits länger als drei bis fünf Jahre bei ihrem Versicherer versichert sind, von einem Anbieterwechsel abzuraten. Für sie empfiehlt sich vielmehr ein Tarifwechsel beim gleichen Anbieter.

Tarifwechsel in der privaten Krankenversicherung

Private Krankenversicherer haben nicht nur einen Versicherungstarif in ihrem Portfolio. Vielmehr werden regelmäßig neue Versicherungstarife erstellt. Krankenversicherte, die aufgrund wiederholter Beitragserhöhungen nicht mehr mit ihrem Krankenversicherungstarif zufrieden sind, können daher versuchen in einen günstigeren Tarif beim gleichen Krankenversicherer zu wechseln. Der Vorteil: Solange der neue Tarif nicht mehr Leistungen als der alte bietet, ist keine erneute Gesundheitsprüfung notwendig. Auch die Altersrückstellungen können mitgenommen werden. Wenn der neue Tarif mehr Leistungen bietet, gibt es die Möglichkeit erneute Gesundheitsfragen durch einen Leistungsausschluss zu vermeiden.

Beim Tarifwechsel gibt es im Gegensatz zum Anbieterwechsel keine Kündigungsfristen zu beachten. Dies gibt den Versicherten Zeit, sich genau über alternative Tarife zu informieren und ihre Entscheidung zu überdenken. Allerdings gibt nicht jeder Versicherer bereitwillig Auskunft über mögliche alternative Versicherungstarife. Verbraucher sollten sich hier nicht abwimmeln lassen, sondern schriftlich mit einer Antwortfrist auf eine Tarifauskunft bestehen.

Wechsel von privater Krankenversicherung in die gesetzlichen Krankenkassen

Ein Wechsel von der PKV zurück in die gesetzlichen Krankenkassen ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. So können Menschen ab 55 Jahren in der Regel überhaupt nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zurückkehren. Jüngere Versicherte können nur dann wechseln, wenn sie als Arbeitnehmer wieder ein Einkommen unter der Versicherungspflichtgrenze aufweisen. Wer als Selbständiger privat krankenversichert ist, wird erst durch die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit (und einem Einkommen unter 53.350 Euro brutto pro Jahr) wieder versicherungspflichtig. In diesem Fall müssen sie sich auf jeden Fall bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern lassen.

Kein Wechsel in die Private ohne gute Beratung

Die Entscheidung für eine private Krankenversicherung ist nicht selten eine Entscheidung für das ganze Leben. Schon allein aus diesem Grund, sollten sich Verbraucher vor der Wahl eines bestimmten Tarifs ein persönliches Angebot erstellen lassen. Auf diese Weise findet sich ein Versicherungstarif, der am besten zu den individuellen Wünschen und Bedürfnissen und auch dem eigenen Geldbeutel passt. Ohne Experte ist es kaum möglich, die für sich beste private Krankenversicherung zu finden.

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