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Private Kranken­versicherung für Beamte im Vergleich

In der privaten Krankenversicherung (PKV) genießen Sie als Beamter oder Beamtenanwärter einen Sonderstatus. Denn mit der Beihilfe vom Dienstherrn erhalten Sie einen Zuschuss für den privaten Gesundheitsschutz. Viele Versicherer bieten Beamten in der PKV spezielle Beihilfetarife, die im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung meist die bessere und vor allem günstigere Wahl darstellen.

Welche Vorteile genießen Beamte in der privaten Krankenversicherung?

Für Beamte mit Beihilfeanspruch gibt es keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Sie können demnach frei entscheiden, ob Sie sich gesetzlich oder privat versichern möchten. In der PKV genießen Sie allerdings nicht nur bessere Leistungen wie

  • kürzere Wartezeiten auf Facharzttermine,
  • moderne Behandlungsmethoden sowie
  • freie Arzt- und Krankenhauswahl.

Vielmehr profitieren Sie auch finanziell vom Plus beim Gesundheitsschutz. Denn die PKV ist für Beamte im Vergleich zur GKV besonders günstig, da Sie von ihrem Dienstherrn einen Zuschuss zu den Krankenkosten bekommen. Dieser beträgt bis zu 80 Prozent. Den restlichen Anteil decken Sie über einen Beihilfetarif der privaten Krankenversicherung ab.

Private Krankenversicherung für Beamte günstiger als gesetzliche

Entscheiden sich Beamte dafür, sich freiwillig gesetzlich zu versichern, profitieren sie nicht von den Beihilfeleistungen ihres Dienstherrn. Somit sind sie im Vergleich zu Beamten in der privaten Krankenversicherung finanziell im Nachteil. Denn anders als Arbeitnehmer erhalten sie keinen Arbeitgeberzuschuss für die gesetzliche Krankenversicherung. Den Krankenkassenbeitrag zahlen sie demnach komplett aus der eigenen Tasche.

Da Sie als Beamter zudem meist gut verdienen und sich die Beitragshöhe für die Krankenkasse nach dem Einkommen richtet, fallen die Kosten für die GKV für Sie besonders hoch aus.

Dagegen ist die monatliche Prämie für die private Krankenversicherung für Beamte durch die speziellen Beihilfetarife wesentlich geringer, wie das folgende Beispiel für einen 35-jährigen kinderlosen Beamten zeigt:

GKVPKV
4.000 Euro monatliches Brutto­einkommen4.000 Euro monatliches Brutto­einkommen
14,6 Prozent Sockel­beitrag der Kranken­kasseEinkommens­unabhängiger Beitrag
1,0 Prozent kassenindividueller Zusatzbeitrag50 Prozent Beihilfe
624 Euro Kranken­kassen­beitragPKV-Tarife ab 220 Euro

Wichtig

Die Gesundheitsfragen liefern dem Versicherer einen Überblick über Ihren Gesundheitszustand. Dazu werden unter anderem Vorerkrankungen abgefragt. Anhand der Ergebnisse beurteilt der Anbieter Ihr persönliches Krankheitsrisiko und legt die Beitragshöhe fest. Meist fällt bei früheren Erkrankungen ein Zuschlag an. Dennoch sollten Sie die Gesundheitsfragen stets wahrheitsgemäß beantworten und nichts verschweigen. Andernfalls könnte der Versicherer im Ernstfall Leistungen verweigern.

Dank Beihilfe: PKV auch für Familienangehörige günstig

Ehepartner und Kinder von Beamten profitieren in der PKV ebenfalls von der Beihilfe. Während Ihr Partner Anspruch auf bis zu 70 Prozent Beihilfe hat, erhält jedes kindergeldberechtigte Kind maximal 80 Prozent. Für Ihren Nachwuchs gilt der Beihilfeanspruch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres. Ihre eigene Beihilfe erhöht sich ab zwei Kindern auf höchstens 70 Prozent.

Damit Ihre Familienmitglieder Beihilfe bekommen, müssen diese von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreit sein. Darüber hinaus dürfen Ihre Angehörigen eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten. Diese beträgt im Bundesdurchschnitt 17.000 Euro im Jahr, variiert jedoch je nach Bundesland.

Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung müssen Sie für Ihren Nachwuchs einen eigenen PKV-Tarif abschließen. Eine Familienversicherung, bei der Ihre Kinder kostenlos über Sie mitversichert sind, gibt es in der privaten Krankenversicherung nicht. Besonders wenn Sie mehrere Kinder haben, sollten Sie daher prüfen, ob sich die gesetzliche Krankenversicherung für Sie unter Umständen besser eignet.

Wollen Sie jedoch auch für Ihre Liebsten einen umfangreichen Schutz ohne Abstriche, ist die private Krankenversicherung die richtige Wahl. Oft sind die Tarife für Kinder schon für wenig Geld zu haben, sodass Sie Ihren Nachwuchs leistungsstark und zugleich günstig absichern können.

Besonders günstige PKV-Angebote für Beamtenanwärter

Für Beamtenanwärter gibt es in der privaten Krankenversicherung besondere Anwärtertarife. Sie unterscheiden sich bezüglich der Leistungen nur geringfügig von Beamtentarifen, sind allerdings wesentlich günstiger. Damit profitieren Beamtenanwärter wie Referendare bereits während ihrer Ausbildungszeit vom umfassenden Gesundheitsschutz als Privatpatient. Der Anwärtertarif wird nach bestandener Ausbildung auf einen Volltarif für Beamte umgestellt.

Private Krankenversicherung für Beamte im Vergleich: Kaum aktuelle Testsieger

Während allgemeine Tarife zur privaten Krankenversicherung häufig von unterschiedlichen Institutionen wie der Stiftung Warentest überprüft werden, werden spezielle PKV-Angebote für Beamte nur selten in einem Vergleich gegenübergestellt.

Zuletzt hat das Wirtschaftsmagazin Focus-Money zusammen mit der Ratingagentur Franke und Bornberg im Herbst 2017 (Ausgabe 42/2017) verschiedene Beamtentarife unter die Lupe genommen. Dabei stand das Preis-Leistungs-Verhältnis im Fokus. Untersucht wurden Tarife aus der Kategorie Top-Schutz, die einen 30-jährigen Bundesbeamten als Musterkunden umfassend absichern.

Nur ein Anbieter erhält dabei die Bestnote „hervorragend“: Die Nürnberger (Tarif „BK30, BK21, BS230, BS221, BE“) überzeugt die Experten sowohl mit einem günstigen Beitrag als auch mit umfassenden Leistungen und der Finanzstärke.

Zwölf Versicherer erzielen im Vergleich zur privaten Krankenversicherung für Beamte ein sehr gutes Ergebnis. Zu den besten Angeboten gehören:

VersichererTarifname
Alte Oldenburger „A30, AA20, K330, KK32, K530, KK52, K/S, Z30, ZZ20, BET“
Debeka „B30, B20K, WL30, WL20K, BC“
HanseMerkur „A30, A20Z, P3B30, P3Z, P2EB30, P2EZ, ZA 50, BET“
LVM „AB30, AB20E, SB2 / 30, SB2/20E, ZB30, ZB20E, EB1“
Süddeutsche „A30, AE, S30, SE, B“

Tipp

Die verschiedenen Testsieger orientieren sich am jeweiligen Modellkunden und geben Ihnen somit lediglich einen groben Überblick, welche Tarife sich für Beamte empfehlen. Für die Experten von Franke und Bornberg „ist eine qualifizierte Beratung durch einen spezialisierten Vermittler unerlässlich, um den richtigen und passgenauen Versicherungsschutz zu finden.“

PKV für Beamte im Vergleich: Wer sind die Testsieger bei Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat zuletzt im Frühjahr 2014 einen Test zur privaten Krankenversicherung für Beamte veröffentlicht (Finanztest-Ausgabe 05/2014). Die Verbraucherschützer haben anhand eines 35-jährigen Modellkunden 24 Tarife in Bezug auf ihr Preis-Leistungs-Verhältnis bewertet.

Der Testsieger ist Concordia (Tarif „BV20, BV30“) mit der Bestnote 0,5. Bei diesem Angebot wird ein Monatsbeitrag von rund 200 Euro fällig. Ob auch Sie diese Prämie zahlen, hängt ganz von Ihren persönlichen Lebensumständen ab. Auch bei den Ergebnissen dieses Vergleichs sollten Sie sich daher nicht nur auf den Top-Tarif fokussieren, sondern weitere Angebote berücksichtigen und diese miteinander vergleichen.

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