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Private Krankenversicherung für Selbstständige im Test

Selbstständige oder Freiberufler wie Sie können unabhängig von Ihrem Einkommen in die private Krankenversicherung (PKV) eintreten. Diese bietet Ihnen erhebliche Vorteile gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Um den persönlich passenden Tarif zu finden, sollten Sie jedoch einige wichtige Punkte beachten und nicht das erstbeste PKV-Angebot wählen.

Private Krankenversicherung: Selbstständige und Freiberufler profitieren

Damit sich Angestellte privat krankenversichern können, müssen sie pro Jahr ein Bruttoeinkommen von mindestens 59.400 Euro (Stand 2018) aufweisen. Für Selbstständige und Freiberufler gilt diese sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze dagegen nicht. Sie dürfen sich ohne Einschränkungen von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen. Damit steht Ihnen der Eintritt in die PKV frei.

Als Selbstständiger winken Ihnen in der privaten Krankenversicherung zahlreiche Vorteile. Neben individuell wählbaren Leistungen gibt bei vielen Menschen vor allem das Finanzielle den Ausschlag, sich für den privaten Gesundheitsschutz zu entscheiden. So sind die Beiträge bei den PKV-Tarifen häufig niedriger als bei den gesetzlichen Krankenkassen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in der privaten Krankenversicherung mehr Leistungen als in der GKV in Anspruch zu nehmen. Zu den möglichen Extras zählen unter anderem die weitaus bessere Kostenerstattung für Zahnersatz, Sehhilfen und Heilpraktikerbehandlungen sowie erweiterte Leistungen bei einem Krankenhausaufenthalt. Dort können Sie sich beispielsweise eine Chefarztbehandlung und ein Einzelzimmer zum Nulltarif sichern.

Private Krankenversicherung auf dem Prüfstand: Wer überzeugt 2018?

Die verschiedenen Tarife der privaten Krankenversicherung werden regelmäßig von verschiedenen Testinstituten unter die Lupe genommen. Zuletzt hat die Ratingagentur Franke und Bornberg für das Handelsblatt im Frühjahr 2018 zahlreiche Angebote für den Grund-, Standard und Top-Schutz überprüft.

Letzterer bietet Ihnen dem Test zufolge umfassende Extras wie die Erstattung von mindestens 80 Prozent der Zahnarztkosten, ein Einzelzimmer im Krankenhaus sowie die Kostenübernahme für eine Behandlung beim Heilpraktiker. Der Standardschutz deckt unter anderem 60 Prozent der Ausgaben für Zahnersatz sowie ein Zweibettzimmer ab. Leistet ein Tarif weniger, wurde er im Test als Grundschutz eingestuft.

PKV für Selbstständige: Test zeigt viele Top-Ergebnisse

Im Vergleich von Franke und Bornberg und dem Handelsblatt spielen sowohl die Leistungen als auch der Preis eine wichtige Rolle. Erstere flossen mit 70 Prozent in die Gesamtbewertung ein. Um die jeweiligen Tarife bestmöglich vergleichen zu können, haben die Tester einen 35-jährigen gesunden Musterkunden angenommen.

Die insgesamt besten Ergebnisse erzielen die Angebote in der Kategorie Top-Schutz. Hier schneiden 21 der 25 geprüften Tarife mit einer guten oder sogar sehr guten Bewertung ab. Zu den Top-Anbietern zählen:

VersichererTarifname
HallescheNK.Bonus
NürnbergerTOP6, S1, ZZ 20
Deutscher Ring (Signal Iduna)Comfort+, PT

Wichtig

Allein zwischen den drei genannten Testsiegern zeigt sich im Hinblick auf die Beiträge ein Unterschied von fast 150 Euro pro Monat. Umso wichtiger ist es für Sie, die Angeboe gemeinsam mit einem Experten genau zu prüfen, um für Sie persönlich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

PKV im Vergleich: DISQ prüft 20 Versicherer

Um Ihnen einen Überblick zu geben, welche Unternehmen bei der privaten Krankenversicherung zu empfehlen sind, hat das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) im April 2018 insgesamt 20 Anbieter unter die Lupe genommen. Entscheidend waren dabei die Leistungen der Versicherer sowie deren Service. Während erstere im Test überwiegend mit gut oder sogar sehr gut bewertet werden, besteht in puncto Service Nachholbedarf.

Zur Überprüfung der Servicequalität hat das Institut den Internetauftritt der Anbieter überprüft sowie verdeckte Telefonanrufe und E-Mails versendet. Die jeweiligen Reaktionen der Mitarbeiter waren anschließend Teil der Bewertung.

Nur ein Anbieter weiß im Vergleich vom DISQ sowohl bei den Leistungen als auch beim Service zu überzeugen. Der Versicherer SDK wird in beiden Kategorien mit sehr gut bewertet und erhält folglich ein Top-Gesamtergebnis. Auch die Barmenia schneidet insgesamt sehr gut ab, bietet jedoch lediglich einen guten Service.

Tipp

Sie möchten weitere Informationen zur privaten Krankenversicherung sowie zu empfehlenswerten Tarifen? Auf unserer Startseite haben wir die Ergebnisse verschiedener Testinstitute wie von der Stiftung Warentest für Sie zusammengefasst.

Private Krankenversicherung für Selbstständige: Testsieger bei Focus-Money

Viele Menschen möchten bei ihrer privaten Krankenversicherung keine unnötigen Kosten in Kauf nehmen. Trotz eines günstigen Beitrags sollen jedoch die Leistungen stimmen. Das Wirtschaftsmagazin Focus-Money (Ausgabe 40/2017) hat daher im Herbst 2017 nach den besten PKV-Angeboten für Kostenbewusste gesucht. Der Test wurde zusammen mit der Ratingagentur Franke und Bornberg durchgeführt. Dabei flossen sowohl die Qualität der Leistungen als auch die Höhe der Beiträge zu jeweils 40 Prozent in die Gesamtbewertung ein. Die übrigen 20 Prozent machte die Finanzstärke der Unternehmen aus.

Während mit AXA („EL Bonus, Komfort Zahn-U, KUR-U/100“) nur ein Angebot hervorragend abschneidet, werden sieben Tarife mit sehr gut bewertet. Dazu zählen:

  • Allianz – „AktiMed 90P (AM90PU), AktiMed WechselOpton (AWOPTU)“
  • Hallesche – „Primo.Bonus Z, Joker.flex“
  • HanseMerkur – „Start Fit: KVS1, KUT/100“
  • R+V – „Agil classic pro U“

Die Kosten für den Klassik-Schutz schwanken zwischen den Top-Tarifen von 273 Euro im Monat bis hin zu knapp 426 Euro. Daher ist es ratsam, einen genauen Blick auf die jeweiligen Tarifbedingungen zu werfen und diese mithilfe eines Tarifrechners zu vergleichen.

PKV für Selbstständige: Welche Vorteile und Nachteile gibt es?

Haben Sie sich als Selbstständiger oder Freiberufler für die private Krankenversicherung entschieden, können Sie nicht ohne weiteres in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren. In der Regel bleibt Ihnen nur die Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung übrig, wenn sie sich wieder gesetzlich krankenversichern möchten.

Wichtig ist daher, zu berücksichtigen, wie sich die Beiträge der privaten Krankenversicherung für Selbstständige entwickeln, wenn sich ihre Lebenssituation ändert, beispielsweise durch die Geburt eines Kindes. Denn bei der PKV gibt es keine kostenlose Familienmitversicherung. Kinder müssen in der Regel selbstständig versichert werden.

Vorteile und Nachteile der PKV für Selbstständige in der Übersicht:

VorteileNachteile
Beitrag unab­hängig vom Ein­kommenBeitrag steigt mit dem Alter
Indi­viduelle Leist­ungenAnge­hörige nicht kosten­los mit­versichert
Erstattung neuer Behand­lungs­methodenHöhere Kosten bei Vor­erkrankungen
Freie Arzt- und Kranken­haus­wahlVersicherte müssen Behand­lungs­kosten vor­strecken

Welche Kosten tragen Selbstständige und Freiberufler in der PKV?

In der gesetzlichen Krankenversicherung entscheidet das Einkommen von Kassenpatienten, wie hoch ihre Beiträge ausfallen. Bei Privatversicherten spielt dies keine Rolle. Hier orientieren sich die Kosten

  • am Alter und Beruf,
  • an den jeweiligen Leistungen sowie
  • am individuellen Gesundheitszustand des Versicherten.

Entscheidend ist vor allem das jeweilige Krankheitsrisiko. Haben Sie Vorerkrankungen wie Asthma, verlangen viele Versicherer einen Zuschlag. Denn bei Ihnen ist die Gefahr größer, dass Sie teure Behandlungen benötigen, welche durch die private Krankenversicherung abgedeckt werden. Somit zahlen junge Menschen ohne Vorerkrankungen weniger als ältere Versicherte, die bereits bestimmte Erkrankungen hinter sich haben.

PKV-Kosten senken: An der richtigen Stelle sparen

Die Leistungen in der privaten Krankenversicherung stellen Sie individuell nach Ihren Wünschen zusammen. Dabei haben Sie die Wahl zwischen einem Grund-, Standard- oder Top-Schutz. Je umfangreicher die Leistungen ausfallen sollen, desto höher ist Ihr Beitrag. Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, entscheiden sich einige Selbstständige daher für eine abgespeckte Form der Absicherung. Diese Entscheidung sollten Sie jedoch gut durchdenken. Denn auch wenn das Geld knapp ist, ist es wichtig, nicht an der falschen Stelle zu sparen.

Eine Möglichkeit, die Beiträge zur PKV zu senken, ist der Selbstbehalt. Damit zahlen Sie anfallende Krankheitskosten bis zu einem bestimmten Betrag pro Jahr aus der eigenen Tasche. Im Gegenzug verringern sich die monatlichen Versicherungsbeiträge. Ausgaben, die über die vereinbarte Grenze hinausgehen, werden von der privaten Krankenversicherung gedeckt. Vor allem junge und gesunde Menschen, die selten Leistungen in Anspruch nehmen, profitieren vom Selbstbehalt.

Tipp

Anstatt Abstriche beim Gesundheitsschutz zu machen, ist es ratsam, zunächst verschiedene PKV-Tarife gegenüberzustellen. Häufig unterscheiden sich diese in ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis, sodass Sie mit einem Vergleich bares Geld sparen.

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